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Layer 3 IPv4 Routing

IP Header Aufbau: IPv4-Felder und ihre Praxisfunktion

Der IPv4-Header enthält unter anderem Quell- und Zieladresse, TTL, Protokollnummer und Angaben zur Fragmentierung. Router verwenden diese Felder, um ein Paket weiterzuleiten und auf jedem Hop anzupassen. Im Ethernet-Frame liegt der IP-Header in der Nutzlast; der Vergleich mit IPv6 zeigt, welche Felder dort anders gelöst sind.

Layer 3IP ermöglicht die logische Weiterleitung über mehrere Netze hinweg.

RoutingRouter wählen den nächsten Weg anhand der Ziel-IP-Adresse.

TTLJeder weiterleitende IPv4-Router verringert die TTL. Sie begrenzt die Lebensdauer eines Pakets in Hops.

VerpackungIm Ethernet-Frame gehört der IP-Header zur Nutzlast; der Ethernet-Header steht davor.

Layer 3 / IPv4

Der IPv4 Header als Zeitstrahl

Die Felder des IPv4-Headers stehen in fester Reihenfolge. Wähle ein Feld aus, um seine Funktion und Bedeutung beim Lesen eines Paketmitschnitts zu sehen.

Grundformat

Version + IHL

8 Bit

IPv4 Header-Länge 20 Byte Minimum

Die ersten beiden Halbbytes legen fest, dass es sich um IPv4 handelt und wie lang der Header ist. Ohne Optionen beträgt der IPv4 Header 20 Byte.

Version4 bei IPv4

IHLHeader-Länge in 32-Bit-Wörtern

Minimum20 Byte Header

BedeutungStartpunkt für Payload-Berechnung

  • IHL steht für Internet Header Length.
  • Nur wenn Optionen gesetzt sind, wird der Header länger als 20 Byte.
Die Grafik zeigt den klassischen IPv4 Header. IPv6 ist anders aufgebaut und verzichtet zum Beispiel auf die Header Checksum.
Mehrere Felder sind direkt für MTU, Fragmentierung und Router-Verhalten relevant.
Der IP Header beginnt erst innerhalb der Ethernet-Nutzlast. Die lokale MAC-Zustellung steht davor im Frame.

Warum diese Felder in der Praxis wichtig sind

  • TTL, Destination Address und Protocol gehören zu den Feldern, die du bei Routing-, Firewall- und Traceroute-Analysen ständig brauchst.
  • Identification sowie Flags und Fragment Offset werden vor allem dann spannend, wenn MTU-Probleme oder Paketfragmentierung auftreten.
  • Header Checksum betrifft nur den IPv4 Header. Transportdaten werden von TCP, UDP oder ICMP selbst abgesichert oder eben nicht.

Router-Perspektive

Welche Felder Router besonders interessieren

Für die Routenauswahl ist vor allem die Zieladresse maßgeblich. Zusätzlich müssen Router unter anderem TTL und Header-Prüfsumme bearbeiten; Längen- und Fragmentierungsfelder sind für die Paketverarbeitung und den jeweiligen MTU-Fall relevant.

Für den Router ist der Ethernet Header nur lokal relevant. Er wird an jedem Layer-2-Hop neu aufgebaut, während der IP Header das eigentliche Ende-zu-Ende-Paket beschreibt.

Destination Address

Die Zieladresse bestimmt über die Routing-Tabelle, an welchen nächsten Hop das Paket geschickt wird.

TTL

Jeder weiterleitende Router reduziert die TTL mindestens um eins. Im heutigen IP-Betrieb wirkt sie damit als Hop-Limit: Ein Paket kann nicht endlos durch eine Routing-Schleife laufen. Ist der Wert aufgebraucht, wird es verworfen; häufig folgt eine ICMP-Time-Exceeded-Meldung.

Protocol

Das Protocol-Feld hilft Firewalls, ACLs und Monitoring-Systemen beim Erkennen von TCP, UDP oder ICMP.

Protokolle ansehen

MTU und Paketgröße

Fragmentierung verstehen

Fragmentierung entsteht, wenn ein Paket für den nächsten Link zu groß ist. Moderne Netze versuchen das möglichst zu vermeiden, aber die Felder dafür gehören weiterhin zum IPv4 Header.

Ist das Paket größer als die verfügbare MTU und das DF-Bit nicht gesetzt, kann es in mehrere Fragmente aufgeteilt werden. Diese tragen dieselbe Identification und erhalten passende Fragment Offsets.

Ist DF gesetzt, darf nicht fragmentiert werden. Dann wird das Paket verworfen und der Sender idealerweise über ICMP informiert. Genau darauf baut Path MTU Discovery auf.

In der Fehlersuche helfen ein Paketmitschnitt und ein kontrollierter MTU-Test: Achte auf gesetztes DF, ausbleibende Antworten und ICMP-Meldungen „Fragmentation Needed“. Für den Vergleich mit IPv6, das Router nicht fragmentieren, siehe IPv6 und IPv4 im Überblick.

Identification

Kennzeichnet zusammengehörige Fragmente eines ursprünglichen IPv4-Pakets.

DF und MF

DF verhindert Fragmentierung, MF zeigt an, dass weitere Fragmente folgen.

Layer 2 vs Layer 3

IP Header und Ethernet Frame zusammen lesen

Viele Einsteiger verwechseln Ziel-MAC und Ziel-IP. Genau deshalb lohnt sich der direkte Vergleich beider Header.

Ethernet zuerst verstehen

Bevor du TTL oder Protocol sinnvoll interpretierst, sollte klar sein, wie Ziel-MAC und Quell-MAC im Frame funktionieren.

Ethernet Frame lesen
Merkmal Ethernet Frame IPv4 Header
Adressierung MAC-Adressen für lokale Zustellung IP-Adressen für logische Weiterleitung
Schicht Layer 2 Layer 3
Ändert sich an Routern Ja, MAC-Adressen werden neu gesetzt Teilweise, etwa TTL oder NAT-bedingt
Typische Analysefrage Wer bekommt den Frame im lokalen Netz? Wohin soll das Paket über mehrere Netze?

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Ethernet Frame Aufbau

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OSI erklärt

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FAQ

Häufige Fragen

Welche Felder gehören zum IPv4 Header?

Dazu gehören unter anderem Version, IHL, DSCP und ECN, Total Length, Identification, Flags und Fragment Offset, TTL, Protocol, Header Checksum sowie Source und Destination Address.

Was macht die TTL im IP Header?

Die Time To Live wird an jedem Router reduziert. Erreicht sie null, wird das Paket verworfen. Dadurch werden Endlosschleifen im Routing verhindert.

Wofür ist das Protocol-Feld wichtig?

Es bestimmt, welches Protokoll nach dem IPv4 Header folgt, zum Beispiel TCP, UDP oder ICMP.

Ist der IP Header dasselbe wie der Ethernet Header?

Nein. Der Ethernet Header gehört zu Layer 2 und enthält MAC-Adressen. Der IP Header gehört zu Layer 3 und enthält logische IP-Adressen und Routing-relevante Informationen.